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Kommunale Regenwassernutzung


Nachrüstung möglich!

 

  

Der nachträgliche Einbau einer Regenwassernutzungsanlage ist in vielen Fällen möglich. Wer ohnehin neue Wände einzieht oder Bäder modernisiert, wird in der Regel das Leitungsnetz ersetzen. In diesem Zusammenhang schlägt der Installationsaufwand für ein zusätzliches Leitungssystem nicht mehr als für einem Neubau zu Buche. Dieses zweite Leitungsnetz ist die Grundvoraussetzung für die Regenwassernutzung im Gebäude. In der Regel werden die zusätzlichen Rohre durch vorhandene Leitungsschächte geführt und von dort zu den Verbrauchsstellen Toilette und Waschmaschine weiterverlegt. Bei der Auswahl des Leitungsmaterials für das Betriebswassernetz sollte möglichst ein anderer Werkstoff

 

(z. B. Kunststoff) als für das Trinkwassernetz verwendet werden. Grundsätzlich ist das Leitungssystem farblich zu kennzeichnen (gesetzlich vorgeschrieben), dies gilt auch für die Verlegung unter Putz, damit keine Verwechselungsgefahr besteht. Im Fachhandel sind Leitungs- und Kennzeichnungsmaterialien erhältlich.

Auch in bestehenden Bädern können, ohne Beschädigung der Fliesen, nachträglich Leitungen für die Regenwassernutzung eingebaut werden. Fehlen Vorwandinstallation oder Fliesenböcke im Fußbereich, können oberflächlich dünne Leitungen zum WC-Spülkasten verlegt und angeschlossen werden. Das Fachhandwerk hält hier entsprechendes Zubehörmaterial bereit.

 

Sind nachträgliche Rohrleitungen im Bad nicht möglich oder erwünscht, reicht es in der Regel aus, das Gäste-WC im Erdgeschoss und einen Anschluss für die Waschmaschine im Keller anzuschließen. Mit der Außenzapfstelle für die Gartenbewässerung sind dann alle Anwendungsmöglichkeiten für die Regenwassernutzung betriebsbereit. Die Außenzapfstelle sollte mit einem abnehmbaren Griff gesichert werden.

Die Regenwasserzentrale inkl. Steuerung, Pumpe und Trinkwassernachspeisung wird im Keller montiert,

schallisoliert mit einem flexiblen Anschluss an das Regenwassersystem. Regenwassernetz und Trinkwasserinstallation dürfen nicht miteinander verbunden werden. Die modernen Regenwasserzentralen haben den sogenannten "freien Auslauf" im Gerät integriert, so dass bereits beim Anschluss keine Verwechselung der Rohrleitungen stattfinden kann.



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