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Kluge Hausbesitzer rechnen mit Regenwasser
Wer die Versiegelungsgebühr bei den Abwasser- und Kanalgebühren sparen will, auch als "Regen-Steuer" bekannt, kann sie selbst abschaffen. Mit der gezielten Regenwasserversickerung fängt der Hausbesitzer den Regen auf, sammelt das kostbare Nass, das kostenlos auf sein Grundstück prasselt, in Vorratsbehältern und nutzt es zur Gartenbewässerung und im Haushalt, beispielsweise im WC. So spart er mal locker 1,00 bis 1,50 Euro pro Jahr und Quadratmeter an Gebühren, denn eine Abkoppelung vom Kanalnetz kann die Gebühren und auch Baukosten senken. Nach Auskunft von Experten der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) wirkt sich eine Kombination von Regenwassernutzung und -versickerung positiv auf die Umwelt aus und bietet technische und finanzielle Vorteile. Mit gezielter Versickerung über Mulden, Schächte oder Rigolen kann der Regen aufgefangen und genutzt werden.
Regenwassersammler gibt es in vielfacher Form und Ausstattung bis hin zur eigenen Zisterne von spezialisierten Fachfirmen. Damit ist gewährleistet, dass das Regenwasser nicht ungenutzt und sinnlos über versiegelte Flächen in die Kanalisation entschwindet. Denn inzwischen sind schon rund 10 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands unter Asphalt gelegt oder mit Pflastersteinen befestigt. Und jeden Tag kommen einige fußballfeldgroße Flächen hinzu. Katastrophen mit Überschwemmungen wie im Jahr 2002 sind da geradezu vorprogrammiert. Auch in Zukunft sind weitere Starkregenfälle und extreme Niederschläge zu erwarten. Die Folgen der ungehemmt über die versiegelten Flächen in die Kanalisation ablaufenden Wassermassen wie aufwendige und kostspielige Reinigung des mit Schmutzwassser vermischten Regenwassers und Umweltschäden können mit gezielten Maßnahmen zur Versickerung vermieden werden. Eine versiegelte Fläche kann in eine "Regennutzfläche" umgewandelt werden oder bei der Neubauplanung von vornherein vermieden werden, um die gezielte Regenwasserversickerung gleich zu ermöglichen und zu nutzen. Auch die Gemeinde- oder Stadtverwaltungen, das Umwelt- oder Bauamt erteilen Auskunft. Denn schließlich freut sich heute jeder, seinen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt zu leisten.

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